Médecin afro-descendante en blouse blanche gesticulant lors d'une réunion avec collègues médecins et infirmières autour d'une table avec ordinateurs portables.

Lungenkrebs ist eine komplexe Erkrankung, die eine multidisziplinäre Versorgung erfordert. Unmittelbar nach der Diagnose werden mehrere Fachärzte/Fachkräfte tätig, um einen personalisierten Therapieplan zu erstellen und den Patienten während seines gesamten Behandlungswegs zu begleiten. Doch wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen diesen Fachkräften? Weshalb ist die Absprache zwischen ihnen für die Optimierung der Versorgung und Verbesserung der Lebensqualität der Patienten von wesentlicher Bedeutung?

Ein interdisziplinärer Ansatz unmittelbar nach der Diagnose

Bei Verdacht auf Lungenkrebs werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen und die Ausbreitung der Krankheit zu beurteilen:

  • Eine Thorax-CT und MRT zur Begutachtung des Tumors
  • Eine Biopsie zur gründlichen Überprüfung der Diagnose
  • Molekulargenetische Untersuchungen zur Ermittlung eventueller Mutationen, die in der zielgerichteten Tumortherapie genutzt werden können

Nach der Einholung dieser Befunde wird eine Interdisziplinäre Tumorkonferenz (ITK) einberufen. Dabei versammeln sich mehrere Fachärzte/Fachkräfte, um die Akte des Patienten zu analysieren und gemeinsam zu entscheiden, welche Behandlungsmethode am besten geeignet ist.

Welche Fachärzte/Fachkräfte werden einbezogen?

Eine Lungenkrebserkrankung erfordert die Mitwirkung mehrerer Experten, von denen jeder eine bestimmte Aufgabe erfüllt:

Der Pneumologe: Meistens entdeckt er als erster Arzt die Krankheit. Er führt Untersuchungen der Atmungsorgane durch und überweist den Patienten zu einem Onkologen.

Der Onkologe: Er beaufsichtigt die medikamentösen Behandlungen, wie z. B. die Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Tumortherapie.

Der Strahlentherapeut: Er plant die Strahlentherapie, die der Zerstörung der Krebszellen oder der Verkleinerung des Tumors vor einem chirurgischen Eingriff dient.

Der Thoraxchirurg: Wenn der Tumor operabel ist, entfernt er das betroffene Lungenareal insgesamt oder teilweise.

Der Biologe und der Pathologe: Sie analysieren die Krebszellen und die eventuellen Genmutationen, welche für die Wahl der Behandlungsmethode entscheidend sein könnten.

Der onkologische Pharmazeut: Er sorgt dafür, dass die Arzneimittel bedarfsgerecht abgestimmt sind, und verringert Arzneimittelwechselwirkungen.

Der Allgemeinmediziner und die Fachpflegekräfte: Sie gewährleisten eine kontinuierliche Begleitung und unterstützen den Patienten bei der Bewältigung der Nebenwirkungen und bei der Planung der ambulanten Versorgung.

Weshalb ist diese Absprache unverzichtbar?

Eine Lungenkrebserkrankung verläuft bei jedem Patienten anders, sodass eine personalisierte und flexible Versorgung erforderlich ist. Eine einwandfreie Absprache zwischen den Fachärzten und Fachkräften ermöglicht Folgendes:

  • Eine schnelle und präzise Diagnose: Die Bündelung ihres Fachwissens ermöglicht den Ärzten die Erstellung eines optimalen Behandlungsplans von Anfang an.
  • Auswahl einer geeigneten Behandlungsmethode: Sie erfolgt unter Berücksichtigung des Krebsstadiums, der genetischen Tumoreigenschaften und des Gesamtzustands des Patienten.
  • Bessere Bewältigung der Nebenwirkungen: Supportive Therapiemaßnahmen (Psychologie, Ernährungsberatung, Physiotherapie) werden bei Bedarf einbezogen.
  • Effiziente Verlaufskontrolle: Nach Abschluss der Behandlung wird eine Nachsorge organisiert, damit ein eventueller Rückfall so früh wie möglich erkannt werden kann.

Teamarbeit im Interesse einer besseren Patientenbetreuung

Die Absprache zwischen den Spezialisten wird heute durch digitale Tools (elektronische Patientenakte, Videosprechstunden) und regelmäßige Besprechungen erleichtert. Das Ziel besteht darin, jedem Patienten zum richtigen Zeitpunkt die bestmögliche Behandlung und eine bedarfsgerechte Betreuung zu bieten.