Femme médecin en blouse blanche souriante, stéthoscope autour du cou, posant la main sur l'épaule d'une patiente noire assise sur une table d'examen, avec un appareil d'échographie en arrière-plan

Bei chronischem Husten (d. h., wenn Sie pro Jahr mindestens 3 Monate lang an Husten leiden), bei einer Kurzatmigkeit, die Sie nicht als normal empfinden, oder bei pfeifenden Atemnebengeräuschen sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und sich einer Spirometrie (Atemtest) unterziehen.

Mithilfe der Spirometrie kann die COPD in 4 Schweregrade eingestuft werden.

COPD-Stadium I: mild

In diesem Stadium wurde die COPD bereits diagnostiziert, und der Patient wird mit Bronchodilatatoren* behandelt. Die Einstellung des Tabakkonsums ist erforderlich.

Es ist möglich, dass die Behandlung irgendwann nicht mehr wirkt oder nicht mehr dem Bedarf gerecht wird. Dann treten entsprechende Symptome auf, wie z. B. Kurzatmigkeit bei schnellem Gehen, beim Bergaufgehen oder bei einer anhaltenden körperlichen Beanspruchung.

Der in der Spirometrie ermittelte FEV-Wert* (forciertes exspiratorisches Volumen) beträgt 80 % oder mehr.

COPD-Stadium II: moderat

In diesem Stadium bestehen die auffälligsten Symptome darin, dass die Betroffenen beim Gehen in der Ebene Kurzatmigkeit aufweisen und sich nur schwer von einem Schnupfen oder einer Bronchitis erholen. Die Ursache hierfür ist eine Deformierung oder ein Elastizitätsverlust der Lungenalveolen.

Der in der Spirometrie ermittelte FEV-Wert* beträgt zwischen 50 und 80 %.

COPD-Stadium III: schwer

In diesem Stadium liegt eine erhebliche Kurzatmigkeit vor, die den Betroffenen zwingt, bereits nach dem Zurücklegen einer kurzen Strecke in der Ebene stehen zu bleiben und Atem zu holen.

Die Ursachen hierfür sind ein geschrumpfter Durchmesser der Bronchien und die Zerstörung der Lungenalveolen, was als Lungenemphysem bezeichnet wird.

Der in der Spirometrie ermittelte FEV-Wert* beträgt zwischen 30 und 50 %.

COPD-Stadium IV: sehr schwer

In diesem Stadium tritt die Kurzatmigkeit bei jeder geringsten Anstrengung auf und bewirkt eine starke Müdigkeit, sodass der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, die Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen.

Die Wand der Bronchien verdickt sich, und die Zellen der Bronchiolen produzieren überschüssigen Schleim, der die Atemwege verstopft.

Häufig muss die medikamentöse Therapie durch eine Sauerstofftherapie ergänzt werden.

Der in der Spirometrie ermittelte FEV-Wert* beträgt weniger als 30 %.

Außerdem gibt es noch eine andere Methode der COPD-Einstufung, die auf der Schwere der Kurzatmigkeit und der Lungeninfektionen beruht und die Erkrankung in die Stadien A, B, C und D einteilt.

Weitere Untersuchungsverfahren

Die Spirometrie kann durch folgende Verfahren ergänzt werden:

  • Die Plethysmographie dient der Beurteilung des Schweregrads der COPD durch Berechnung des Atemzugvolumens und vor allem des exspiratorischen Restvolumens, das die in der Lunge verbleibende Luftmenge nach dem Ausatmen darstellt. Gleichzeitig wird der Atemwegswiderstand gemessen, damit die zur Atmung erforderliche Kraft objektiv eingeschätzt werden kann.
  • Eine Röntgenuntersuchung der Lunge ermittelt das Vorliegen einer Überdehnung des Brustkorbs oder bronchopulmonaler Läsionen, die auf eine Herz-, Lungen- oder Brustfellschädigung hindeuten.
  • Die Lungen-CT lässt eine genauere Begutachtung der Lunge zu, erfordert aber eine höhere Strahlendosis als die Röntgenuntersuchung. Dieses Verfahren ermöglicht außerdem die frühzeitige Diagnose einer Lungenkrebserkrankung, die häufig bei COPD-Patienten auftritt.
  • Weitere ergänzende Untersuchungen, wie z. B. die Blutgasanalyse, der

6-Minuten-Gehtest und der Belastungstest mit der Bezeichnung „Ergospirometrie“, dienen der Bewertung der funktionellen Auswirkung der COPD.

Wenn die Diagnose frühzeitig erfolgt, können die Beeinträchtigung der Atemfunktion und das Fortschreiten der COPD aufgehalten werden.

Dieses Fortschreiten ist gekennzeichnet durch:

  • Eine allmähliche Verschlechterung der Atemfunktion
  • Exazerbationen, die eine stationäre Behandlung erfordern
  • Eine Verringerung der täglichen Aktivitäten, insbesondere infolge der Atemnot

Schließlich kommt es darauf an, in jedem Stadium der COPD einer Verschlimmerung vorzubeugen: Die Beseitigung begünstigender Faktoren, wie z. B. Rauchen oder Schadstoffexposition, stellt eine wesentliche Voraussetzung dar.

Die Behandlung der COPD besteht in der Einnahme von Arzneimitteln in Kombination mit körperlicher Betätigung und Atemphysiotherapie.

Lexikon

  • COPD: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Bronchien, die häufig mit anderen Krankheiten einhergeht.
  • Bronchodilatatoren: Medikamente, die gegen die abnorme Verkrampfung der Muskeln in der Bronchialwand wirken. Sie werden auch bei Asthma eingesetzt und lindern die Symptome der COPD, insbesondere Atemnot. Je nach Fall werden sie inhalativ oder oral verabreicht.
  • FEV (Forciertes exspiratorisches Volumen in einer Sekunde): Das maximale Luftvolumen, das ein Patient innerhalb einer Sekunde ausatmen kann.