Femme assise sur un canapé dans un salon peu éclairé, main posée sur la poitrine, regard inquiet et bouche entrouverte, illustrant une crise d’angoisse nocturne

Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, die sich in einer Entzündung der Atemwege und einer Hypersensibilität der Bronchien äußert. Bei einem akuten Asthmaanfall verengen sich die Bronchien, sodass die Atmung erschwert ist. Zur Vermeidung jeglicher Komplikationen ist eine sofortige und effiziente Behandlung unverzichtbar. Was ist bei einem Asthmaanfall zu tun?

Die Anzeichen eines akuten Asthmaanfalls erkennen

Die Symptome eines Asthmaanfall schwanken in ihrer Intensität, doch bestimmte Anzeichen stellen Warnsignale dar:

  • starke Kurzatmigkeit, Atemnot
  • pfeifende Atemnebengeräusche und Engegefühl in der Brust
  • anhaltender Husten, der häufig trocken ausfällt
  • Angstgefühl und Unruhe
  • mühsames Sprechen oder geringe körperliche Belastbarkeit

Sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen

Bei einem Asthmaanfall muss folgender Ablauf zwingend eingehalten werden:

  • Ruhe bewahren und auf eine bequeme Körperhaltung achten: Eine aufrechte Sitzhaltung einnehmen und eine liegende Haltung vermeiden.
  • Einen Notfall-Bronchodilatator (Typ Salbutamol) anwenden: Im Abstand von 30 Sekunden oder 1 Minute 2 Hübe inhalieren. Bei Bedarf nach 5 bis 10 Minuten wiederholen.
  • Sich auf die Atmung konzentrieren: Die Presslippenatmung anwenden, um die Ausatmung zu verlangsamen und Kurzatmigkeit zu verringern.
  • Auslösende Faktoren entfernen: Den Kontakt mit Rauch, Allergenen oder sonstigen verschlimmernden Substanzen meiden.

Wann ist ein Notruf erforderlich?

In folgenden Fällen kann ein Asthmaanfall gefährlich werden und einen ärztlichen Notfalleinsatz erfordern:

  • wenn sich die Symptome nach der Anwendung des Bronchodilatators nicht bessern
  • bei extrem erschwerter Atmung, die mit einer Zyanose (bläulich verfärbte Lippen) einhergeht
  • wenn der Betroffene nur mühsam sprechen kann oder benommen ist
  • wenn trotz der Behandlung eine starke Kurzatmigkeit bestehen bleibt

In solchen Fällen muss unverzüglich ein Notruf erfolgen (112 oder 15 in Frankreich).

Asthmaanfällen vorbeugen

Die beste Kontrolle einer Asthmaerkrankung besteht in der Prävention:

  • Die Basistherapie einhalten: Die Verordnung des Arztes befolgen, um die Entzündung der Bronchien unter Kontrolle zu halten
  • Auslösende Faktoren vermeiden: Tabak, Umweltschadstoffe, Allergene, Atemwegsinfektionen
  • Die Asthmaerkrankung überwachen: Den Peak Expiratory Flow (PEF) messen, um eine Verschlechterung frühzeitig zu erkennen
  • Eine gesunde Lebensweise pflegen: Eine angemessene körperliche Betätigung ausüben und auf eine ausgewogene Ernährung achten

Richtiges Verhalten bei einem Asthmaanfall beruht auf einer unverzüglichen und angemessenen Reaktion: Das Notfallmedikament anwenden, eine kontrollierte Atemtechnik praktizieren und den Symptomverlauf beobachten. Eine engmaschige, ärztliche Überwachung und eine einwandfreie Prävention tragen zur Begrenzung der Häufigkeit und Schwere der Anfälle bei und verbessern in diesem Sinne die Lebensqualität der Betroffenen.