Die Peritonealdialyse (PD) ist ein Behandlungsverfahren für Patienten, deren Nieren nicht mehr ausreichend funktionieren. Ihr Ziel besteht in der Beseitigung der Abfallstoffe und des überschüssigen Wassers aus dem Organismus mithilfe des Peritoneums (des Bauchfells), einer natürlichen Membran im Bauchraum. Zur Filterung des Bluts wird eine Flüssigkeit mit der Bezeichnung Dialysat über einen Bauchkatheter eingeführt und mehrmals täglich ausgetauscht.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Hämodialyse, die in der Klinik stattfindet, kann die Peritonealdialyse zuhause erfolgen. Sie verringert die Besuche in der Klinik, bietet mehr Flexibilität und ermöglicht dem Patienten die Aufrechterhaltung seines Lebensrhythmus. Außerdem wird diese Methode meistens besser vertragen, insbesondere von Patienten mit Herzproblemen, und die Ernährungsvorschriften sind in der Regel weniger streng.
Es gibt zwei Formen der Peritonealdialyse: Die manuelle Dialyse, die mehrmals täglich stattfindet, und die automatisierte Dialyse, die mithilfe eines Cyclers über Nacht durchgeführt wird. In beiden Fällen erhält der Patient eine umfassende Schulung in der Klinik, bei der er die technischen Handgriffe und die unverzichtbaren Hygieneregeln erlernt.
Das Hauptrisiko besteht in der Entstehung einer Peritonitis, die eine schwerwiegende Infektion darstellt. Deshalb sind ununterbrochene Wachsamkeit und eine sorgfältige Antisepsis erforderlich. Ebenso erlernt der Patient die Überwachung bestimmter Warnsignale. Dazu gehören beispielsweise die Trübung des Dialysats, Bauchschmerzen und Atembeschwerden.
Neben dem technischen Aspekt der Behandlung spielt die menschliche Begleitung eine wesentliche Rolle. Die therapeutische Schulung, die Aufmerksamkeit und die Unterstützung des Pflegeteams helfen dem Patienten, Autonomie und Vertrauen zu gewinnen.
Die Botschaft der Pflegefachkräfte ist unmissverständlich: Die Dialyse lässt sich mit Zukunftswünschen, Reiseplänen und Alltagsfreuden vereinbaren.