Unter Niereninsuffizienz versteht man einen Rückgang der Nierenfunktionen. Das bedeutet, dass die Nieren Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit nicht mehr richtig aus dem Blut filtern und bestimmte Hormone nicht mehr produzieren. Zu den am häufigsten betroffenen Personengruppen zählen Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, kardiovaskulären Erkrankungen und alte Menschen. Bestimmte angeborene Erkrankungen, die selten vorkommen, gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren.
Reisen mit Niereninsuffizienz erfordert eine gründliche Vorbereitung, insbesondere bei dialysepflichtigen Patienten. Die größte Herausforderung besteht immer noch in der Organisation der Behandlungen und Dialysesitzungen im Ausland.
Vor der Abreise ist es zwingend erforderlich, Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten, einen ausreichenden Arzneimittelvorrat zu beschaffen und die Sitzungen in einem Dialysezentrum vor Ort zu planen, idealerweise 6 Monate im Voraus. Ebenso wird empfohlen, eine Unterkunft in der Nähe des Zentrums zu wählen und die Pflegefachkräfte zu verständigen, damit die Patientenakte vorbereitet werden kann.
Während der Reise sollte man die Arzneimittel und medizinischen Dokumente immer in Reichweite haben und dieselben Ernährungsgewohnheiten pflegen wie zuhause.
Ein Spontanurlaub, das Vergessen oder die Vernachlässigung der ärztlichen Empfehlungen kann riskant sein. Doch mit einer vorausschauenden Planung ist entspanntes Reisen durchaus möglich, unabhängig vom Zielort.