Inhalative Bronchodilatatoren
Sie erweitern die Bronchien und ihre Verästelungen (die Bronchiolen).
Im Anfangsstadium der COPD werden „kurzfristig wirkende“ Bronchodilatatoren ausschließlich zur Akutbehandlung bei erschwerter Atmung eingesetzt. Wenn sich die Krankheit verschlimmert, verordnet der Arzt sogenannte „Langzeitarzneimittel“, deren Wirkung zwischen 12 und 24 Stunden in Folge anhält, und die täglich eingenommen werden müssen.
Beide Behandlungsmethoden können dem Patienten je nach Krankheitsverlauf gleichzeitig verordnet werden. Bronchodilatatoren heilen die COPD nicht, lindern aber die Symptome, insbesondere die Kurzatmigkeit, und verbessern die Lebensqualität.
Inhalative Arzneimittel, die Kortikoide enthalten, können hinzugefügt werden, um wiederkehrende Verschlimmerungen (Exazerbationen) zu verringern.
Wenn der Patient mit inhalativen Glukokortikoiden behandelt wird, sind Mundspülungen wichtig.
Schleimlöser
Sie sind angezeigt, wenn sich zäher Schleim in den Atemwegen festgesetzt hat und das Abhusten erschwert ist.
Sauerstofftherapie
Diese Therapie ist schweren Formen der COPD vorbehalten, wenn die normale Atmung keine ausreichende Sauerstoffversorgung des Blutes zulässt. Ein solches Defizit muss durch eine Untersuchung mit der Bezeichnung „Blutgasanalyse“ nachgewiesen werden.
Nichtinvasive Beatmung (BIPAP)
Sie ist angezeigt, wenn die Atemmuskulatur so erschöpft ist, dass sie nicht mehr richtig arbeiten kann. Der unzureichende Gasaustausch infolge dieser Muskelermüdung kann zum Koma führen.
Antibiotika
Antibiotika werden ausschließlich bei einer bakteriellen, bronchopulmonalen Sekundärinfektion eingesetzt. Sie therapieren weder die COPD noch virale Infektionen.
COPD und Impfungen?
Die Vermeidung einer Verschlimmerung der COPD durch virale oder bakterielle Infektionen ist entscheidend. Deshalb werden die jährliche Grippeschutzimpfung im Herbst sowie die Pneumokokkenschutzimpfung (Bakterien) dringend empfohlen.
Ein multidisziplinäres Programm zur Verringerung der Symptome
Die Atemphysiotherapie ist ein Behandlungskonzept, das zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens beiträgt. Sie beinhaltet ein Belastbarkeitstraining, ein Muskelaufbautraining, Heilgymnastik und eine therapeutische Schulung.
Die Atemphysiotherapie muss verordnet werden, sobald der Patient trotz einer optimierten, medikamentösen Behandlung heftige Atemnotattacken, Bewegungsintoleranz oder einen Rückgang der täglichen Aktivitäten aufweist.
Bei solchen Indikationen trägt sie zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität bei, sowie zur Linderung von Angstzuständen und Depressionen in Verbindung mit der COPD und zur Verringerung der Klinikaufenthalte.
Sie kann ebenso während und nach einer stationären Behandlung aufgrund einer COPD-Exazerbation verordnet werden.