Médecin tenant un stéthoscope devant une interface numérique affichant une paire de poumons rouges entourée d'icônes santé (cœur, seringue, carte, prise) et d'une hélice d'ADN sur fond blanc.

Was versteht man unter Lungenkrebs?

Lungenkrebs ist eine schwere Erkrankung, die auftritt, wenn in der Lunge anormale Zellen entstehen und sich unkontrolliert vermehren. Diese Zellen, die sich durch ihren Aufbau und ihr Verhalten von den gesunden Zellen unterscheiden, bilden mitunter eine Wucherung, die als Tumor bezeichnet wird. Dieser Tumor kann gutartig sein, d. h., er breitet sich nicht aus und bleibt auf einen Körperbereich begrenzt, oder bösartig, was bedeutet, dass er in der Lage ist, die benachbarten Gewebe zu befallen und sich über das Blut oder das lymphatische System auf andere Körperbereiche auszubreiten. Diese Ausbreitung, die als Metastasierung bezeichnet wird, erschwert häufig die Behandlung und kann die Prognose verschlechtern.

Die Lunge ist ein lebenswichtiges Organ, das sich in der Brusthöhle befindet und für den Gasaustausch zwischen der Atemluft und dem Blut zuständig ist. Eine krebsartige Schädigung beeinträchtigt diese wesentlichen Funktion, was zu schweren Symptomen und Komplikationen führt. Lungenkrebs zählt heute weltweit zu den häufigsten und tödlichsten Krebsarten. Da er oftmals erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, wenn die Symptome unübersehbar werden, ist er besonders heimtückisch.

Doch neue Diagnoseverfahren, wie z. B. die Low-Dose-CT für Risikogruppen, sowie neue Behandlungsmöglichkeiten, wie z. B. die Immuntherapie und die zielgerichtete Tumortherapie, eröffnen den Patienten neue Perspektiven.

Die Lungenkrebsarten

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Lungenkrebsarten:

  1. Das kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC): diese Art kommt selten vor und macht ungefähr 10 bis 15 % der Fälle aus. Sie hängt eng mit dem Rauchen zusammen und ist durch eine schnelles Fortschreiten gekennzeichnet. Die Krebszellen sind klein, teilen sich aber sehr schnell, sodass die von ihnen gebildeten Tumore sich zügig auf andere Körperbereich ausbreiten. Aufgrund dieser Aggressivität erkennt man das SCLC häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium, das systemische Behandlungsmethoden, wie z. B. Chemotherapie oder Immuntherapie, erfordert.
  2. Das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC): diese Art macht die Mehrheit der Fälle aus (85 bis 90 %). Sie umfasst mehrere Unterarten, von denen sich jede durch eigene Merkmale auszeichnet:
    1. Das Adenokarzinom: dabei handelt es sich um die häufigste Unterart, die insbesondere bei Nichtrauchern auftritt. Es entwickelt sich meist in den peripheren Lungenbereichen und schreitet langsamer fort als andere Formen.Das Plattenepithelkarzinom: Diese durch Rauchen ausgelöste Unterart entsteht in der Regel in den zentralen Atemwegen, wie z. B. in den Bronchien.
    1. Das großzellige Karzinom: diese seltenere Unterart zeichnet sich durch große Zellen und ein schnelles Wachstum aus. Sie kann in jedem Lungenbereich auftreten.

Jede Lungenkrebsart und -unterart erfordert eine spezifische Behandlungsstrategie, deren Grundlage bestimmte Kriterien bilden, wie z. B. das genetische Tumorprofil und der gesamte Gesundheitszustand des Patienten.