Sicher essen – mit gutem Gefühl?

Ein Essen mit Freunden, ein spontanes Dessert, ein geteilter Bissen … Für die meisten von uns ist Essen ein einfacher und geselliger Moment. Für andere erfordert es ständige Aufmerksamkeit. 

Lebensmittelallergien betreffen heute rund 4,5 Millionen Menschen in der Europäischen Union. Eine einzige Zutat, manchmal unsichtbar, kann ausreichen, um alles zu verändern. 

Das Unsichtbare auf unseren Tellern

Milch, Eier, Erdnüsse, Fisch, Schalenfrüchte … Allergene sind weder selten noch exotisch. Sie gehören zu unserem Alltag – manchmal genau dort, wo man sie am wenigsten erwartet. 

Bei Kindern stehen häufig Eier, Milch oder Erdnüsse im Zusammenhang mit Allergien. Bei Erwachsenen können auch bestimmte Obst- und Gemüsesorten oder Kräuter problematisch werden. 

Das Schwierigste daran ist, dass bereits kleinste Mengen ausreichen können. Schon wenige Spuren können eine Reaktion auslösen: Juckreiz, Rötungen, Atembeschwerden … manchmal auch deutlich mehr. 

Allergie oder intoleranz?

Beides wird häufig verwechselt, obwohl der Unterschied wichtig ist. 

Eine Lebensmittelallergie betrifft das Immunsystem und kann schnelle, manchmal schwere Reaktionen auslösen. Eine Intoleranz hingegen ist meist verdauungsbedingt: Blähungen, Krämpfe oder Unwohlsein nach dem Essen. 

Den Unterschied zu kennen, hilft, viele Missverständnisse zu vermeiden. 

Ein klarer europäischer Rahmen

In der Europäischen Union müssen 14 Hauptallergene verpflichtend auf Lebensmitteln angegeben werden: 

  • Glutenhaltiges Getreide: Weizen einschließlich Dinkel und Kamut, Roggen, Gerste, Hafer oder deren Hybridstämme  
  • Krebstiere  
  • Eier  
  • Fisch  
  • Erdnüsse  
  • Soja  
  • Milch  
  • Schalenfrüchte: Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse beziehungsweise Queenslandnüsse  
  • Sellerie  
  • Senf  
  • Sesamsamen  
  • Sulfite und Schwefeldioxid, sofern sie im Endprodukt in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10 ml/l enthalten sind  
  • Lupinen  
  • Weichtiere  

Auf Verpackungen müssen diese Informationen in der Zutatenliste erscheinen und gegenüber den anderen Zutaten hervorgehoben werden. Dies erleichtert die Lesbarkeit für Menschen mit Lebensmittelallergien oder -intoleranzen. 

Klare Regeln für Vorverpackte und lose Lebensmittel

In Luxemburg müssen Informationen zu Allergenen schriftlich bereitgestellt werden. 

Im Restaurant sind Informationen zu den 14 Allergenen daher ebenfalls in schriftlicher Form verfügbar. Luxemburg hat dies in seiner nationalen Gesetzgebung verpflichtend vorgeschrieben, damit diese Informationen für die betroffenen Personen leicht zugänglich sind. 

Gemeinsame Wachsamkeit

Letztlich entscheidet sich vieles oft im Detail. 

Ein Etikett lesen, im Restaurant nach Informationen zu Allergenen fragen und eine Allergie angeben: Diese Reflexe ermöglichen es Menschen mit Lebensmittelallergien oder -intoleranzen, ihre Mahlzeiten sicher zu genießen. 

Ein Etikett zu lesen oder eine Frage zu stellen, kann manchmal ein ganzes Essen verändern. 

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