Schutz des Neugeborenen von den ersten Lebenstagen an
Zum Zeitpunkt der Geburt ist das Immunsystem des Babys noch nicht ausgereift. Deshalb ist es besonders anfällig für Infektionen, vor allem in den Atemwegen. Die frühzeitige Impfung bietet unmittelbaren Schutz gegen bestimmte schwere Krankheiten und senkt das Risiko für Komplikationen, die eine stationäre Behandlung erfordern.
Welche Impfungen sind erforderlich und wann?
Sofort nach der Geburt kann je nach Situation eine Impfung gegen Hepatitis B angeboten werden. Eine Injektion von Antikörpern schützt das Baby vor dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV), dem es während seiner ersten Lebensmonate am stärksten ausgesetzt ist. Die weiteren Impfungen finden gemäß dem landesweiten pädiatrischen Zeitplan in der Regel im zweiten oder dritten Lebensmonat statt.
Ein kurzfristiger, aber entscheidender Schutz
Obwohl die RSV-Impfung keine lebenslange Immunität verleiht, senkt sie das Risiko schwerer Krankheitsformen während der ersten Lebensmonate deutlich. Bei nicht geimpften Säuglingen oder nachlassendem Impfschutz steigt das Risiko für Atemwegskomplikationen, die eine stationäre Behandlung erforderlich machen, vor allem in der Wintersaison.
Information und Begleitung der Eltern
Zukünftige Eltern werden bereits zu Beginn der Schwangerschaft von ihrem Gynäkologen aufgeklärt und erhalten die entsprechenden Informationsbroschüren in der Entbindungsklinik. Wenn die Mutter gegen das RS-Virus geimpft wurde, profitiert das Baby bereits von einem Impfschutz. Andernfalls kann die Impfung mit pädiatrischer Unterstützung und Beratung nach der Geburt vorgenommen werden.
Sicherheit und Vorteile
Die seltenen und harmlosen Nebenwirkungen bestehen meist in leichtem Fieber oder einer Rötung an der Einstichstelle. In den letzten Jahren wurde keine einzige schwerwiegende Komplikation beobachtet. Die frühzeitige Impfung bleibt die sicherste Methode zum Schutz des Babys während seiner ersten Lebensmonate und zur langfristigen Stabilisierung seiner Gesundheit.