Wie können wir wirksam mit unseren Kindern kommunizieren?

Für ein gutes Verhältnis in der Familie:

  • Führen Sie logische Konsequenzen ein!
  • Treffen Sie klare Vereinbarungen mit dem Kind.
  • Verwenden Sie „Ich-Botschaften“!
    (Teilen Sie Ihrem Kind mit, was sein Verhalten bei Ihnen auslöst.)

 

Logische Konsequenzen und Vereinbarungen

Die logischen Konsequenzen stehen in engem Zusammenhang mit dem Verhalten des Kindes und werden seinem Alter entsprechend ausgehandelt.

Ein paar Beispiele:

Zur Information, in der Beziehung zu einem Baby (+/- 1,5 Jahre) machen logische Konsequenzen keinen Sinn.

Was tut das Kind? Das Kind kommt nicht an den Tisch, wenn die Mutter/der Vater ruft.

Was kann die Mutter/der Vater tun?:

Frühe Kindheit: Nehmen Sie das Kind auf den Arm und setzen Sie es auf seinen Stuhl am Tisch. Wenn das Kind zornig wird, setzen Sie es an einen sicheren Ort und verweigern Sie ihm das Essen bis zur nächsten vorgesehenen Mahlzeit.

Vorschulkind: Legen Sie eine präzise Zeitspanne fest (mit Stoppuhr). Wenn das Kind nach Ablauf dieser Zeitspanne nicht am Tisch sitzt, bekommt es bis zur nächsten vorgesehenen Mahlzeit nichts zu essen.

 

 

Was tut das Kind? Das Kind stört und lärmt im Supermarkt oder an einem anderen öffentlichen Ort.

Was kann die Mutter/der Vater tun? Verlassen Sie das Geschäft mit Ihrem Kind.

 

 

Was tut das Kind? Das Kind räumt seine Sachen nicht auf.

Was kann die Mutter/der Vater tun? Verschieben Sie die nächste Aktivität, bis alles aufgeräumt ist. Helfen Sei dem Kind beim Aufräumen oder erklären Sie ihm die verschiedenen Schritte. Der Schwierigkeitsgrad der Pflicht muss im Verhältnis zum Alter des Kindes stehen.

 

 

Vereinbarungen und Regeln zwischen Eltern und Kind setzen die beidseitige Umsetzung voraus. Kinder und Eltern müssen sich an das Vereinbarte halten.

Ein paar Beispiele:

Situation: Mit Johannes ist es jeden Morgen das Gleiche. Er will sich nicht anziehen, trödelt und sucht sich immer wieder andere Kleider aus. Seine Mama muss ihn rechtzeitig in den Hort bringen, um pünktlich mit der Arbeit beginnen zu können.

Vereinbarung: Johannes und seine Mama vereinbaren, dass sie abends die Kleider für den nächsten Tag bereit legen. Am Morgen muss sich Johannes ganz allein anziehen. In dieser Zeit bereitet die Mama ein gemütliches gemeinsames Frühstück vor.

 

 

Situation: Bei den Familienmahlzeiten weigert sich Lena zu essen oder vergisst es.

Vereinbarung: Die Eltern reden mit Lena und erklären ihr die Gewohnheiten der Familie bezüglich der Mahlzeiten und die Gründe dafür. Lenas Wünsche werden berücksichtigt. Es wird vereinbart, dass es zwischen den Mahlzeiten nichts zu knabbern gibt (außer Obst oder Joghurt).